Sternenfunkel
Art Déco Ring mit Diamantcluster,
Großbritannien der 1940er
Es ist ein kühler Novemberabend in Großbritannien der 1940er Jahre.
Die Dame steht auf der oberen Galerie ihres Country Houses und blickt auf das geschäftige Treiben im Foyer hinab. Ein neuer Trupp verwundeter Männer wurde heute hergebracht und wird nun in den Speisesaal geführt, der seit zwei Jahren als Krankenstation dient. Ehemalige Dienstmädchen des Hauses huschen nun als Krankenschwestern zwischen den Betten umher und auch die Tochter der Familie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ärzte bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Die Dame des Hauses blickt auf einen jungen Soldaten hinab, der auf eine Schwester gestützt durch die Eingangshalle humpelt und faltet die Hände zu einem stummen Gebet. Sie bittet darum, dass all die tapferen Männer den Krieg überstehen und ihr eigener Mann wohlbehalten von der Front wieder heimkehrt. Im Licht des Kronleuchters funkelt der Ring an ihrer Hand mit den Tränen in ihren Augen um die Wette.
Er war das letzte Geschenk ihres Mannes, bevor die Pflicht ihn nach London rief – eine Erinnerung an die schönen Stunden, die sie gemeinsam verbracht hatten und ein Versprechen, bald wieder mit ihr gemeinsam die Sterne am Nachthimmel betrachten zu können.
Insgesamt 19 Diamanten sind in diesem Ring zu einem sternförmigen Cluster angeordnet – der mittlere Stein im Altschliff, die übrigen im Achtkantschliff. In einer Pavéfassung zusammengehalten und mit Millgriff verziert, ergeben die Diamanten ein wunderbares Cluster, das aus der Entfernung wie ein großer Stein wirkt. Ergänzt wird der kühle Glanz des Ringkopfes durch die Ringschiene aus elegantem Gelbgold, die dem Funkeln des Schmuckstücks etwas Wärme verleiht.
Laut Punzierung sollte es sich bei dem Metall in der Steinfassung um Platin handeln, das Ergebnis unserer Nachprüfung ergab allerdings Palladium. Platin und Palladium sind eng miteinander verwandt und besitzen größtenteils die gleichen Eigenschaften. Palladium ist jedoch wesentlich leichter als Platin.
In Kriegszeiten war Platin für die Schmuckherstellung stark rationiert oder sogar verboten, weswegen vorwiegend Palladium verwendet wurde. Vielleicht ist im Stempelungsvorgang aus Versehen der falsche Stempel ausgewählt worden oder es gab keine andere Möglichkeit, Palladium sichtbar zu machen. Die Prüfmethoden waren damals noch nicht so fortschrittlich wie heute und Platin und Palladium ähneln sich im Aussehen und ihren Eigenschaften stark.
Der Ring ist in einem sehr guten Zustand. Vier der 19 Diamanten weisen Abplatzungen auf und die Ringschiene ist mit leichten Tragespuren versehen, was dem Erscheinungsbild des Schmuckstücks allerdings nicht an Strahlkraft raubt.
Preis: 950,00 €
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Informationen zu Material und Maße
Material:
750 Gelbgold
Palladium
19 Diamanten, davon:
1 x Altschliff ca. 0,25 ct
18 x Achtkantschliff, zusammen ca. 0,23 ct
Stempelungen: 18 ct, PLAT
Größe: Ringweite 51
Ringkopf ca. 11,58 mm im Durchmesser
Gewicht: 2,4 g
Zustand: Sehr Gut
Zertifikat: Lieferung mit Schmuckpass
Objekt-Nr.: 20240601
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